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„Dicke Trespe“ als neuer Getreiderohstoff? IREKS unterstützt Forschungsprojekt für bedrohte Arten

Weil Getreiderohstoffe die zentrale Basis unserer Produkte sind und wir großen Wert auf Forschung und Entwicklung legen, engagieren wir uns regelmäßig im Rahmen unterschiedlicher Projekte, die es zum Ziel haben, den Wissensschatz zu verschiedensten Getreidesorten zu erweitern. Ein Beispiel dafür ist die Forschung rund um die Dicke Trespe, eine bedrohte Art, die mithilfe unserer Unterstützung aktuell auf ihre Back- und Braueigenschaften getestet wird.

Geröstete Körner der dicken Trespe
Video zu den Versuchen mit der dicken Trespe

 

Fast vergessen, ist die Dicke Trespe, ein Süßgras, das schon in der Steinzeit kultiviert wurde, in den vergangenen Monaten in den Interessensfokus einiger Forschender gerückt. Im Laufe vieler Jahre hat sie sich durch die Anpassung an Anbau- und Erntebedingungen stetig weiterentwickelt und weist heute getreideähnliche Charakteristika auf. Zudem hat die Dicke Trespe große Körner, die – auch bei Wind – nicht aus der Rispe fallen, was eine schadenfreie Ernte ermöglicht. Und nicht zuletzt kann sie mit einer hohen Keimungsrate aufwarten – eine Eigenschaft, die besonders für das Vermälzen der Körner von Bedeutung ist.

Dank dieser Merkmale wurde die Dicke Trespe nun im Rahmen eines von der Oberfrankenstiftung geförderten Forschungsprojektes der Universität Bayreuth, der landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken und IREKS mithilfe von Erhaltungskulturen angebaut, um etwaige Potenziale besser einschätzen zu können. Außerdem kann so das drohende Aussterben der Dicken Trespe verhindert werden. Effektive Saatgut-Reinigung hat nämlich dazu geführt, dass sie extrem selten geworden ist, weswegen Wildvorkommen inzwischen durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt sind.

Am IREKS-Hauptsitz in Kulmbach wird die Dicke Trespe derzeit auf ihre Back- und Braueigenschaften getestet, indem Versuche mit steigendem Trespenmehlanteil durchgeführt und ihre Körner vermälzt werden. Mithilfe einer Gaschromatographie soll das daraus entstandene Trespenbier am Ende analysiert werden.

Übrigens: Vor einiger Zeit haben wir ähnliche Versuchsreihen mit der Roggentrespe durchgeführt. Mehr dazu erfahren Sie hier.